Montag, 5. Dezember 2016

Aussicht von Klagen gegen MyAdvertisingPays

Das Ende von  MAPS

oder

Klagen gegen MyAdvertisingPays


Vor einiger Zeit veröffentlichten wir hier einen kritischen und warnenden Beitrag zu MyAdvertisingPays. Siehe MyAdvertisingPays - Betrug oder Geldmaschine?

Trotz eindeutiger Hinweise und Beweise dafür, das MAPS nicht nachhaltig funktionieren kann, haben ja die Verfechter dieses mutmaßlichen Schneeballsystems vehement behauptet dass bei MAPS alles mit rechten Dingen zuginge. Diese Leute, meist Personen, die direkt oder indirekt von dem System profitierten, waren für Argumente und Beweise nicht zugänglich.

Was wurde aus MyAdvertisingPays?


Nun ja, die Zeit hat gezeigt, dass die Kritik und Warnungen vor MyAdvertisingPays berechtigt waren. MyAdvertisingPays ist Geschichte. Auszahlungen gibt es nicht mehr und die vorher jubelnden und unbelehrbaren jammern nun ihrem nicht mehr auszahlbaren Geld hinterher. Wir erinnern uns: Im April 2016 brach MAPS zusammen. Es gab einen Neustart dieses Schneeballsystems als MAPS 2.0. Nun ist auch bei MAPS 2.0 seit September Feierabend. Auszahlungen wurden eingestellt. Zwar wurde ein weiterer Neustart als MAPS 2.5 angekündigt und dazu vom Internetbetrüger und MAPS-Gründer Mike Deese wieder eine Vielzahl von Versprechen abgegeben, allerdings dürfte das selbst den dümmsten der Teilnehmer kaum noch Vertrauen einflößen.

Wie vorhergesagt, hinterlässt das Schneeballsystem MyAdvertisingPays eine Vielzahl geprellter und betrogener Teilnehmer. Die Rufe nach Klagen werden immer lauter.

Aussicht von Klagen gegen MyAdvertisingPays

Nun meinen viele der Geprellten, ihre Interessen mit Klagen durchsetzen zu können. Rufe wie der unter


werden laut.

Mal abgesehen davon, dass Sammelklagen in Deutschland gar nicht möglich sind, dürften die Aussichten, auf dem Rechtsweg doch noch Geld aus dem Schneeballsystem abzuziehen äußerst gering sein. Die Erfahrung zeigt, dass bei Schneeballsystemen nach deren Zusammenbruch selten noch etwas zu holen ist. Allerdings könnte man Strafanzeige gegen MAPS und seinen Werber stellen. Auch kann man sich an seinen Werber (auch Sponsor genannt) wenden und Schadenersatz verlangen. Falls er nicht bereit ist, den entstandenen Schaden zu ersetzen, sollte man sich diesbezüglich anwaltlich oder bei einer Verbraucherschutzzentrale beraten lassen.

Ich habe selbst geworben. Was soll ich nun tun?

Wenn man selbst Leute ins System geholt und Gewinn gemacht hat, könnte man auf jeden Fall seine Downline kontaktieren und ihnen einen Ausgleich für den entstandenen Schaden, zumindest im Rahmen des eigenen Gewinns, anbieten. So entgeht man möglicherweise Anzeigen und Klagen dieser Leute. Gewinne wurden ohnehin unrechtmäßig gemacht und man hat keinen Anspruch darauf.

Fazit

Die Tatsache, das MyAdvertisingPays kein seriöses Unternehmen, sondern ein groß Angelegter Betrug auf Basis eines Schneeballsystems sind, bei dem keine Gewinne generiert, sondern Geld nur umverteilt wird, wurde von uns unter
bereits vor fast genau 2 Jahren erläutert. Zahlreiche andere Blogs, Webseiten oder Foren, wie zum Beispiel das Geldthemen-Forum warnten ebenfalls deutlich vor MyAdvertisingPays. Siehe auch
Leider verrauchen solche Warnungen zu leicht, da zum Einen die gutgläubigen Menschen die vom leicht zu verdienenden Geld träumen, das glauben, was sie glauben wollen und weil zum Anderen, die Betrüger und Abzocker und deren Helfer und Helfershelfer selbst jede warnende Stimme als zu einem unwissenden, neidischen Versager gehörend diffamieren, der nur eines im Sinn hat, nämlich den vielen Teilnehmern diese schöne Einnahmequelle schlechtzureden. So war es immer und so wird es bei jeder Abzocke der Zukunft auch sein.

Wer an der Wahrheit interessiert ist, findet jedoch bei uns, auf Geldthemen (besonders im dortigen Forum) und im Web-Marketing-Blog realistische Bewertungen und Einschätzungen.

Samstag, 22. August 2015

Internet-Marketing lernen mit Video-Kursen?

Dass es viele Webseiten zu den Themen Internet Marketing, Geld verdienen und Networks gibt ist bekannt. Das die allermeisten davon nutzlos sind und viele sogar gefährlich, weil sie z.B. ahnungslose Leser in Schneeballsysteme locken oder ihnen sonst wie versuchen das Geld aus der Tasche zu ziehen auch.

Ein nicht neuer, aber in letzter Zeit stark wachsender Trend ist es, fast inhaltslose Webseiten zu erstellen, die außer hochtrabenden Schlagzeilen und evtl. einem Einführungs-Video, dass ebenfalls Expertenwissen vortäuscht, Erfolg und höchste Verdienste versprechen. Dazu soll man dann entweder
a) ein Infoprodukt (z.B. e-Book, Video, Kurs) kaufen, welches angeblich Insider- und Expertenwissen vermittelt, tatsächlich aber oft nur banale Informationen liefert
b) ein(e) kostenlose(s) Video(Serie), die auch angebliches Insider- und Expertenwissen vermitteln soll, aber ebenfalls oft nur simpelste Informationen enthalten. Dabei ist es das Ziel, an die E-Mail Adresse des Interessenten zu gelangen, deren Eingabe Bedingung dafür ist, Zugang zu den Videos zu erhalten. Häufig wird in der Folge auch bei dieser "kostenlosen" Variante, der Kauf eines , meist sehr teuer wirkenden, Infoprodukts empfohlen.

Gern geben die Macher solcher Webseiten vor, selbst erfolgreiche Networker, Internet-Marketer oder Experten zu sein. Sieht man sich die Infoprodukte dann aber mal an, erkennt man in vielen Fällen, dass nicht etwa Expertenwissen weitergegeben wird, sondern bestenfalls banale Tipps, schlimmstenfalls vollkommen falsche Informationen.

Experten und Coaches im Internet-Marketing

Wer sind diese in immer größerer Zahl erscheinenden angeblichen Experten? Häufig handelt es sich um Neulinge im Bereich Internet-Marketing, die ohne Erfahrung den Traum vom schnellen Geld im Internet hatten, mit den ersten Versuchen kläglich gescheitert sind und bei der verzweifelten Suche nach einer Möglichkeit, ein paar Euro zu verdienen, auf die Idee kamen, Expertenwissen vorzutäuschen dieses als simpelste Informationen in Videos oder andere Medien zu packen und gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. Dass dieses vermeintliche Expertenwissen meist von anderen selbsternannten Experten, die tatsächlich ebenfalls keine Ahnung von der Thematik haben abgekupfert ist, erkennt man, wenn man sich eingehender mit diesen Produkten beschäftigt.

Die meisten dieser selbsternannten und angeblichen Experten gehen so schnell wie sie gekommen sind. Einigen gelingt es jedoch sich länger zu halten. Freilich ohne, dass sie selbst dabei etwas dazulernen und tatsächlich mal den Status eines Experten zu erlangen. Zu sehr sind sie mit dem verteilen von Spam und dem Träumen von Geldscheinen beschäftigt.

Wer auf solche "Experten" stößt, sollte sich ruhig mal die Mühe machen und nach erfolgreichen Internetprojekten, wie großen Portalen, Communitys, Foren, Blogs suchen, mit hohem Stellenwert bei Google und anderen Suchmaschinen. Denn wer solche Portale betreibt und hohe Besucherzahlen vorweisen kann, dort Partnerprogramme, Anzeigen oder Bannerwerbung klug einsetzt, um so hohe Einnahmen zu generieren, der ist ein wirklicher Experte in Sachen Internet-Marketing.

Wer aber Geld verdienen möchte, indem er vorgibt ein Experte in Sachen "Geld verdienen im Internet" zu sein um sein angebliches Expertenwissen zu verkaufen, ist in den allermeisten Fällen ein Blender. Umso mehr, wenn er keine langjährige Erfahrung nachweisen kann und selbst keine erfolgreichen Internetprojekte betrieben hat.

Die wirklichen Experten verkaufen kein "Geheimwissen" oder "geheimes Insiderwissen", sondern sind damit beschäftigt ihr Wissen selbst umzusetzen und ihre Projekte voranzubringen. Einige bloggen zum Thema, tauschen sich öffentlich mit anderen zum Thema Internet-Marketing aus und geben auch wertvolle Tipps. Dabei handelt es sich nicht um "geheimes Insiderwissen", sondern um im Zuge der Tätigkeit Erlerntes und um langjährige Erfahrungen basierende Tipps.

Freitag, 26. Juni 2015

MLM gleich Schneeballsystem?

In diesem Beitrag möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, ob Network-Marketing generell mit dem Betreiben eines Schneeballsystems gleichzusetzen ist. Aus meiner Sicht lautet die Antwort "Nein". Man kann nicht jedes Unternehmen welches auf Networkmarketing, Multi-Level-Marketing (MLM), Strukturvertrieb als Vertriebsform setzt, als Schneeballsystem bezeichnen. Aber: Ich denke, jedes dieser Unternehmen muss sich die Frage und die Prüfung gefallen lassen ob es sich um ein Schneeballsystem handelt oder wie groß die Ähnlichkeiten mit einem solchen sind.  Und ich denke auch, dass ein sehr großer Teil der Unternehmen im Direktvertrieb unseriös sind und ein Produkt nur als Alibi definiert, zur Tarnung eines Konstrukts, welches sich hauptsächlich dem Strukturaufbau und Einnahmen aus diesem Strukturaufbau widmet. Ich denke, darum muss sich jedes Unternehmen eine Prüfung gefallen lassen. Seriöse Unternehmen sollten einer solchen Prüfung gelassen entgegensehen.

Warum reagieren Networker so empfindlich, wenn im Zusammenhang mit Networkmarketing, Multi-Level-Marketing (MLM), Strukturvertrieb die Frage nach der Nähe zum Schneeballsystem aufkommt. Dieser Vertriebsform generell oder zumindest einzelnen Network-Unternehmen gegenüber kritisch eingestellte Zeitgenossen wird vorgeworfen zu viel zu hinterfragen, zu sehr zu kritisieren und zu leichtfertig die Frage nach der Nähe zu einem Schneeballsystem zu stellen. Networker unterstellen gern, dass an ihrer Vertriebsform allgemein zu viel hinterfragt und kritisiert wird. Ist das so?

Die Realität sieht aus meiner Sicht anders aus, ganz anders. Unstrittig ist, dass sich viele Schneeballsysteme, Pyramidensysteme und auf progressive Kunden-/Vertriebler-Werbung ausgerichtete Projekte als MLM-Unternehmen tarnen. Tatsächlich gehen die Stimmen der Kritiker und Zweifler unter in dem Meer aus Werbung, Spam, Schönreden und Lügengeschichten zu verschiedenen unseriösen Networks, wie Regentropfen im Meer. Dass das so ist, liegt in der Natur der Sache. Jeder, der auf ein Unternehmen mit dieser Vertriebsform gesetzt hat und dort involviert ist, hat entweder Geld oder Zeit oder beides investiert und möchte das und natürlich auch einen Gewinn wieder raus holen. Oft auch, wenn er selbst längst einsehen musste, dass mit dem betreffenden Network etwas nicht stimmt. Deshalb wird das Unternehmen und sein(e) Produkt(e) in höchsten Tönen gelobt, gleichzeitig aber jede Kritik und jedes Hinterfragen, als Lüge, boshafte Unterstellung, Neid und Unwissen diffamiert. Dagegen ist die Masse der am betreffenden Network nicht beteiligten Menschen kaum geneigt sich mit dem Network und seinem Aufbau auseinanderzusetzen, geschweige denn sich zu äußern. Lediglich einige Insider, interessierte Beobachter und ehrliche Networker (ja, die gibt es auch), hinterfragen und kritisieren öffentlich. Bestenfalls räumen Networker dann mal ein, dass es schon mal Networks gibt, die als Schneeballsystem aufgestellt sind; selbstverständlich immer die anderen, nie das an dem man selbst beteiligt ist oder mitwirkt. Denn da denkt man nämlich aus der Not eine Tugend machen zu können, weil man annimmt, durch das Eingeständnis, es gäbe unseriöse Networks, sich selbst glaubwürdiger und das eigene Network seriöser erscheinen zu lassen.

Wann ist ein Network ein Schneeballsystem?

Der Übergang vom MLM zum Schneeballsystem ist fließend. Reine, eindeutige, auf den ersten Blick als solche erkennbare Schneeballsysteme gibt es kaum noch. Es ist üblich zur Tarnung ein Produkt zu platzieren.

Generell sind Networks mit einem Produkt, das generell Zweifel am Nutzen oder aber, wenn man einen Nutzen anzunehmen bereit ist, das zu einem extrem hohen, unrealistischen Preis angeboten wird, kritisch zu betrachten.

Ein fiktives, erdachtes Beispiel für ein unseriöses Network 


Ich starte ein Unternehmen, welches getrocknete Grashalme verkauft. Die Grashalme sind natürlich von einer "ganz besonderen" Grassorte. Dass diese auf meiner 3 ha großen Wiese wächst, ist nebensächlich. Ich denke mir ein paar "mögliche" Wirkungen der Grashalme auf seinen Besitzer aus, nicht wissenschaftlich belegt, aber das macht nichts. Eine Vielzahl von Networkern werden diese in Aussicht gestellte Wirkung dankbar aufgreifen, bestätigen und sogar noch ausschmücken, bis dahin, dass die Grashalme, Hühneraugen beseitigen, einem langjährigem Junggesellen endlich zur Liebe seines Lebens verholfen haben, das Krebsleiden ihrer Tante geheilt haben und am Aufenthaltsort seines Besitzers immer für schönes Wetter gesorgt haben.  

Zum Vertrieb:
Ich selbst möchte gern pro Grashalm 5 Euro verdienen. Mir ist natürlich klar, dass keine Menschenseele auf dieser Welt meine Grashalme kaufen wird, wenn ich sie auf klassischen Vertriebswegen anbiete. Es bleibt nur der Strukturvertrieb. Damit die Berufsnetworker in mein Projekt strömen, um mein Produkt mit den Schönsten Worten zu bewerben und anzupreisen, muss ich auch ihnen gute Gewinnaussichten bieten. Deshalb setze ich den Preis pro Grashalm auf 15 Euro fest. Jeder Networker, der mein geniales, einzigartiges und revolutionäres Produkt vertreiben möchte, muss selbst 50 Grashalme für 750 Euro monatlich erwerben. Dafür erhält er allerdings auch eine 1 Monats-Lizenz, die ihn berechtigt neue Mitglieder für das Network zu werben um an deren Umsätzen in Form von Provisionen zu verdienen. Natürlich verdient man an der Downline über mehrere Ebenen mit. Ich denke mir das so:
1. Ebene 30% Provision - 4,50 €/verkauften Grashalm   (die direkt geworbenen)
2. Ebene 15% Provision - 2,20 €/verkauften Grashalm
3. Ebene 10% Provision - 1,50 €/verkauften Grashalm
4. Ebene   6% Provision - 0,90 €/verkauften Grashalm 
5. Ebene   3% Provision - 0,45 €/verkauften Grashalm  

Ich male viele Männlein, die in Pyramidenform angeordnet sind, lasse jeden Networker sich selbst an der Spitze sehen und erkläre, wie schnell jeder zum Millionär wird, wenn nur jeder Teilnehmer 3 Neueinsteiger wirbt. Denn dann hätte jeder folgende Einnahmen:
- aus der 1. Ebene:     3 x 30% von 750 €, was     3 x 225,00 € entspricht und     675,00 € ergibt
- aus der 2. Ebene:     9 x 15% von 750 €, was     9 x 112,50 € entspricht und   1012,50 € ergibt 
- aus der 3. Ebene:   27 x 10% von 750 €, was   27 x   75,00 € entspricht und   2025,00 € ergibt  
- aus der 4. Ebene:   81 x   6% von 750 €, was   81 x   45,00 € entspricht und   3645,00 € ergibt   
- aus der 5. Ebene: 243 x   3% von 750 €, was 243 x   22,50 € entspricht und   5467,50 € ergibt 

Das würde Einnahmen in Höhe von 12.825,00 € monatlich machen. Was sind da schon die monatlich zu zahlenden 750,00 € für meine Grashalme und Lizenz. Ein Gewinn von über 12.000 Euro je Monat. Und das, wenn jeder lediglich 3 weitere Mitglieder wirbt.

So, nun mal ehrlich. Wer hält dieses Konstrukt für ein seriöses Unternehmen? Ich nicht. In meinen Augen ist das ein Schneeballsystem. Es existiert zwar ein (s.g.) Produkt, jedoch ist dieses Produkt nichts wert, extrem überteuert bzw. nur zu einem einzigen Zweck erfunden worden: Nämlich zur Tarnung des Schneeballsystems. Klar ist das Beispiel stark überspitzt, bzw. habe ich zum Verdeutlichen dessen, worauf ich hinaus will, ein besonders eindeutig wertloses und überteuertes Produkt gewählt. Aber wo liegt der Unterschied, zu stark überteuerten Getränken in kleinen Dosen, welche z.B. den Preis ähnlicher am Markt befindlicher und auf herkömmlichen Vertriebswegen veräußerten Getränken um ein Vielfaches übersteigt?

Was bezwecke ich mit diesem Beitrag? Ich hoffe, dem einen oder anderen Networker und auch Skeptiker mit meinen Überlegungen einen neuen Betrachtungswinkel und eine Diskussionsgrundlage zu bieten. Was ich grundsätzlich nicht möchte: Alle Networks und MLM-Unternehmen über einen Kamm scheren. Auch möchte ich an dieser Stelle nicht einzelne Networks anklagen. Deshalb habe ich auch auf Namen von Unternehmen verzichtet.

Kommentare sind willkommen. Wenn euch dieser Beitrag gefällt und ihr meine Ansichten teilt, aber auch wenn ihr anderer Meinung seid, würde es mich freuen, wenn ihr ihn teilt und verbreitet, um so einen größeren Diskussionsrahmen zu schaffen.

Dienstag, 30. Dezember 2014

MyAdvertisingPays - Betrug oder Geldmaschine?

MyAdvertisingPays ist ein derzeit starke beworbenes System, dass als Werbefirma ausgegeben wird und einen sicheren und hohen Verdienst für alle Teilnehmer verspricht.

Angeblich buchen Werbekunden Werbepakete und verdienstwillige Teilnehmer klicken dann diese Werbung und werden dafür bezahlt. Allerdings sind die Teilnehmer dazu angehalten, Geld zu investieren, indem sie selbst sogenannte  Credit Packs zu einem Preis von je 50$  kaufen, um daraufhin später 60$ ausgezahlt zu bekommen. Der Umstand, dass man um zu verdienen erst Geld einzahlen (investieren) soll, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt.

In der Realität, sind Werbekunden und  verdienstwillige Teilnehmer die gleichen. Werbekunden von außerhalb sind nach Meldungen ausgestiegener Teilnehmer  nicht oder nur in sehr geringem Umfang vorhanden. Das heißt, alle Teilnehmer "Investieren" in s.g. Credit Packs, welche es ihnen ermöglichen, selbst Werbung zu schalten und für das anklicken der Werbung der anderen Teilnehmer eine Vergütung zu erhalten. Dieses System ist progressiv, dass heißt, Verdienste werden aus den Einzahlungen, in immer größerer Zahl erforderlich werdender, Neueinsteiger getätigt. Damit ist  MyAdvertisingPays eindeutig betrügerisch.

Spätestens, wenn Neueinsteiger nicht mehr in der zum Fortleben des Systems stetig größer werdenden Zahl dazustoßen, bricht das System zusammen.

Um diesen Zusammenbruch hinauszuzögern, versuchen die Betreiber von  MyAdvertisingPays die Mitglieder dazu zu bewegen, ihre "Verdienste" nicht auszahlen zu lassen, sondern alles wieder in weitere CreditPacks anzulegen.

Systeme wie  MyAdvertisingPays haben niemals Bestand, können es aufgrund des progressiven Charakters auch gar nicht. Das Ende solcher Konstrukte ist unausweichlich. Am Ende hinterlassen Schneeballsysteme und Finanzpyramiden immer eine große Zahl an um ihr Geld gebrachten Teilnehmern und eine kleine Gruppe derer, die sich am Verlust der Masse bereichert haben.

Mit dem Ende, von  MyAdvertisingPays ist kurz- oder mittelfristig zu rechnen. Derzeit wird es schon immer schwieriger, Neueinsteiger mit neuem Geld in das System zu locken.

Nachtrag: Wichtige Links zum Thema  MyAdvertisingPays

Im Geldthemen-Forum:


  • Warnung vor MyAdvertisingPays
  • Umfrage zu MyAdvertisingPays

  • Wirklich skeptisch Blog


  • Pyramidensystem: My Advertising Pays
  • Samstag, 23. März 2013

    Geldfritz Komplettpaket - ein wirklicher Test

    Da seit einiger Zeit stark beworben, sogar so stark, dass es einem schon auf den Geist geht, immer wieder von selbsternannten Testern auf schnell dahin geschusterten und sich meist ähnlich sehenden und inhaltlich beinahe identischen Webseiten und Blogs zu lesen, wie toll und lehrreich doch dieses Fachbuch als Anleitung zum Geld verdienen sei, möchte ich mich in diesem Beitrag dem Geldfritz Komplettpaket widmen.

    Massiv geworben wird in Foren, in Blogkommentaren und an jeder Stelle, wo das Posten eigener Beiträge oder das Setzen von Links irgendwie möglich ist. Meist mit recht plumpen und sich ähnelnden Einträgen. Auffällig ist zunächst schon mal, dass nicht die Homepage vom Geldfritz direkt beworben wird, sondern eine Vielzahl von Webseiten und Blogs, die sich optisch und inhaltlich oft stark ähneln. Das lässt zumindest schon mal den Gedanken aufkommen, dass es das Ziel des Geldfritzen ist, seine Kunden dazu zu bewegen, ihrerseits Käufer für sein E-Book Paket zu werben, die dann auch wieder Käufer für das E-Book werben und so weiter und dass er den Käufern seines Werkes entsprechende Webseiten gleich mitliefert. In diesem Fall würde es sich meines Erachtens nach um ein Schneeballsystem handeln, dessen Betreiben so wie die Beteiligung daran nach § 16 UWG illegal und strafbar wären. Zitat:
    § 16 Strafbare Werbung

    (1) Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, durch unwahre Angaben irreführend wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    Ich wollte aber keine voreiligen Schlüsse ziehen und habe eine Freundin gebeten, dass Geldfritz Komplettpaket zu ordern. Denn das wollte ich mal genauer wissen. Angeboten wird das Komplettpaket vom Geldfritz für einen "Sonderpreis" von 27 Euro. Geliefert bekommt man Lesestoff auf 140 Seiten. Das darin "vermittelte Wissen" kann man meiner Ansicht nach bestenfalls als Anfängerwissen auf unterstem Niveau bezeichnen, welches man sich aber über eine Google-Suche in einschlägigen Foren und Blogs aneignen kann; objektiver geschrieben, kostenlos und mit der Möglichkeit Fragen an eine Community zu stellen.

    Die mitgelieferten Webseiten wirken sehr plump und ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Interessant ist dabei die Tatsache, dass diese mitgelieferten Webseiten, wie von mir schon vermutet das Geldfritz Paket und bewerben. Aha, das ist also die Geburtsstätte dieser vielen Satelliten-Webseiten.

    Alles in allem macht das Paket den Eindruck als sei es primär darauf ausgerichtet, jeden Käufer dazu zu bewegen wieder Käufer für das Paket zu finden. Dieser Umstand ist aber ein schwerwiegendes Indiz für ein illegales Schneeballsystem. Zwar entgegnen diejenigen, die das Paket bewerben, man müsse ja nicht das Geldfritz-Paket verkaufen und könne das "Gelernte" auch auf andere Projekte anwenden. Außerdem sei ja niemand gezwungen das Paket zu bewerben. Das aber sind keine Aussagen, die den Vorwurf es handle sich um ein Schneeballsystem entkräften oder gar widerlegen. Denn auch wenn theoretisch eine anderweitige Nutzung der Anleitung denkbar wäre (von der Glaubwürdigkeit eines solchen Nutzens mal abgesehen), verstehe ich das Paket als Anleitung und Ermunterung, das Paket wieder zu verkaufen und die Praxis sieht so aus, dass dieser Anleitung und Ermunterung entweder angenommen wird oder dass das aus dem Paket "gelernte" gar nicht zur Anwendung kommt.

    Nun kann jeder selbst entscheiden, was er vom Geldfritz Komplettpaket hält. Jeder kann selbst entscheiden, ob er lieber einem unabhängigen und in dieser Sache vollkommen ohne irgend ein finanzielles Interesse schreibenden Blogger, wie ich es bin Gehör schenkt oder den selbsternannten Testern, die ja gerade das Paket gekauft haben, absolute Anfänger im Bereich Internet-Marketing sind und das Paket unbedingt gegen Provision an den Mann bzw. die Frau bringen wollen. Für mich bleibt es gleich, ob das Geldfritz Komplettpaket oft oder selten verkauft wird. Ich bewerbe oder vertreibe auch keine Konkurrenzprodukte, so dass ich vollkommen objektiv an das Thema herangehen konnte. Die Jünger des Geldfritzen aber wollen das Paket unbedingt verkaufen um die Provision zu kassieren.